bin total erledigt. der tag fing schon so an, wie er weiterging - mit einem schizophrenen traum: auf dem weg zu einem vorstellungsgespräch bemerkte ich, dass ich ein leeres tragetuch (!) umgebunden hatte. voller panik habe ich immer wieder versucht, den papa anzurufen und ihn zu benachrichtigen, dass ich smilla offensichtlich zu hause vergessen hatte. als ich ihn endlich erreicht und smilla im hintergrund fröhlich rumgequietschen hören habe, hatte ich das vorstellungsgespräch bereits verpasst. öffz. guten morgen herzrasen.
mit einem dementsprechend wackeligen lebensgefühl habe ich mich auf den weg zur arbeitsamtberatung gemacht, einem wahrhaft epochalen ereignis! die beraterin war offensichtlich ausgesprochen irritiert von meiner erwartung, dass sie mir arbeit vermitteln könne und betonte mehrfach, dass sie keine ahnung habe, was ich jetzt tun solle - "da wissen sie selbst sicher besser bescheid". hä??!?
nun gut, ich bin also unverrichteter dinge und um eine illusion ärmer gegangen. ich weiss nur, dass diese dame künftig eine menge macht über mich hat - ich muss krankmeldungen abgeben, bewerbungen beweisen und sie kann entscheiden, ob ich fortbildungen bewilligt bekomme oder nicht. nächste woche habe ich einen weiteren beratungstermin beim hochschulteam, vielleicht sitzen da ja leute, die sowas wie ideen zum thema arbeitsvermittlung haben.
danach bin ich mit einer freundin zu der beerdigung meiner therapeutin gefahren, ein schwerer und trauriger gang. es waren sehr viele leute da und die feier war locker und schön - freunde haben gesprochen und ihr chor hat gesungen. ein foto von ihr stand im raum, es war kaum auszuhalten, ihr strahlend lebendiges gesicht zu sehen. ich habe viel geweint, aber bin trotzdem erleichtert, dass ihr schrecklicher tod ein schönes ende gefunden hat.
dann bin ich zum kinderarzt gehetzt, um dort smilla zu übernehmen, die ihren mittagschlaf boykottiert hatte und deren windelpilz wieder schlimmer geworden ist. ich wurde in der praxis mit einem bestürzten gesichtsausdruck empfangen: "schon wieder ein fieberkrampf?" nein! ein läppischer windelpilz! juchuh! :-)
vor einigen monaten liess sie sich im wartezimmer noch von 6monatigen babies einschüchtern, heute stolzierte miss smilla auffallend selbstbewusst durch die kinder und setzte klare, aber sehr soziale grenzen: "nein, meine waffel! mama, kind auch waffel geben!", "nein junge! meine schaukel, warten!". sogar der arzt hat klare ansagen bekommen: "nein, mein bauch, nicht anfassen!" ich bin so stolz auf meine große tochter!